Uma Thurman

Weitere Informationen zu Uma Thurman

Die Schauspielerin wuchs auf Grund der Begeisterung ihres Vaters für den Buddhismus in einem etwas ungewöhnlichen Umfeld auf. Besuche von fernöstlichen Heiligen und Flüchtlingen aus Tibet waren dabei an der Tagesordnung. Gleichweg wurde sie ermutigt, unabhängig zu sein, was sie im Alter von 15 Jahren sogleich umsetzte und die Schule schmiss. Sie versuchte damit ihre Schauspielkarriere voranzubringen und zog nach New York, wo sie sich mit Tellerwaschen und Modeln durchschlug. Ihren ersten Leinwandauftritt hatte sie 1987 im Alter von 17 Jahren in Kiss Daddy Goodnight. Es folgte ein leichtverhüllter Auftritt als Liebesgöttin Venus in Terry Gilliams The Adventures of Baron Munchausen, ehe sie in Dangerous Liaisons erstmals Aufmerksamkeit erregen konnte.

In dem Film von Stephen Frears lies sie sich von John Malkovich verführen und sorgte damit für eine der bekanntesten Filmszenen dieses Kinojahres. In ihrem nächsten Film Henry & June ging es noch etwas heißer zur Sache - der Film bekam sogar ein NC-17 Rating. Auf Grund der zahlreichen Nacktszenen wurde sie nach dem Film von zweifelhaften Fans angebetet, weshalb sie in ihren folgenden Produktionen weitestgehend darauf verzichtete, sich zu entblättern. Nach einer kleinen filmischen Durststrecke war es im Jahre 1994 wieder an der Zeit ihre Karriere etwas voranzutreiben. Zum Glück kam zu diesem Zeitpunkt gerade der gefeierte Independent-Regisseur Quentin Tarantino mit seinem Drehbuch zu Pulp Fiction des Weges.

Der Film gilt heute als einer der einflussreichsten der 90er Jahre und verhalf natürlich auch Darstellerin Uma Thurman zu ungekanntem Ruhm. Ihre Rolle als koksende Gangsterbraut kam bei Academy sehr gut an, weshalb sie für einen Oscar in der Kategorie beste Nebendarstellerin vorgeschlagen wurde. In den nächsten beiden Jahren war sie in drei eher unbedeutenden romantischen Komödien zu sehen, ehe sie 1997 für den Science-Fiction Thriller Gattaca neben ihrem zukünftigen Ehemann Ethan Hawke vor der Kamera stand. Noch im selben Jahr folgte der enttäuschende Batman and Robin, in dem sie als Poison Ivy zu sehen war.

Auch im Jahre 1998 war Uma Thurman das Glück nicht hold. Sowohl die Verfilmung der TV-Serie The Avangers, als auch die Verfilmung des Musicals Les Misérables kamen beim Publikum eher weniger gut an. Erst in ihrem nächsten Film, Woody Allens Sweet and Lowdown, konnte sie als Ehefrau eines Jazzgitarristen (Sean Penn) wieder mehr überzeugen. Im Jahre 2000 war sie in den beiden kleineren Produktionen The Golden Bowl und Vatel zu sehen, die beide bei den Filmfestspielen in Cannes ihre Premiere feierten. Auch im Jahre 2001 war sie es mit Richard Linklaters Tape und Ethan Hawkes zweiter Regiearbeit Chelsea Walls fernab des Mainstreams anzutreffen.

Nach einer Baby-Pause kehrte Uma Thurman 2003 in Quentin Tarantinos vierter Regiearbeit Kill Bill wieder auf die Leinwand zurück. Der Film wurde auf Grund von Überlänge in zwei Teile zerlegt und handelt von einer Profikillerin, die nach dem Ausstieg aus dem Geschäft von ihrem ehemaligen Arbeitgeber einen benahe tödlichen Besuch abgestattet bekommt. Dass dies nicht ungesühnt bleiben darf, liegt auf der Hand. Ebenfalls im Jahre 2003 war sie in John Woos Action-Thriller Paycheck an der Seite von Ben Affleck zu sehen.

Mit freundlicher Genehmigung: Copyright by MovieMaze.de

>